Therapie

Reflux-Erkrankungen, Zwerchfellbrüche sowie weitere Erkrankungen an Speiseröhre und Magen (zum Beispiel Achalasie) können konservativ (= ohne Operation) oder operativ behandelt werden. Je nach Patient und Erkrankung bieten sich verschiedene Optionen an. Im Refluxzentrum Limmattal beraten wir sie umfassend und suchen die beste Option für Ihre individuelle Situation. Untenstehend finden sie die heute verfügbaren Therapiemöglichkeiten für die Reflux-Erkrankungen. Den sogenannten Goldstandard stellt hierbei die sogenannte Fundoplikatio dar, ein Eingriff welchen wir minimal-invasiv durchführen. Die Therapien bei Zwerchfellbruch und Achalasie werden in den entsprechenden Unterseiten vorgestellt.

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Unser Therapieangebot


Konservative Therapie

Viele Patienten können mit Medikamenten sehr gut behandelt werden. Die wichtigste Rolle spielen Säureblocker, welche die Bildung der Magensäure verringern. Daneben gibt es eine grosse Vielzahl von weiteren Medikamenten, welche zu Linderung beitragen können. In der Regel müssen die Medikamente lebenslang eingenommen werden oder es kommt zu einer relevanten Änderung der Lebensgewohnheiten, wie beispielsweise einer Gewichtsabnahme. Eine Ernährungsumstellung kann unterstützend wirken. Unser Team der Second Opinion (Zweitmeinung) berät Sie zu diesem Thema gerne persönlich und individuell.

Weitere Therapieformen beinhalten die Logopädie mit Schluck- und Verhaltenstherapie, insbesondere bei Beschwerden im Halsbereich. In enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Hals-Nasen-Ohrenärzten und Logopäden werden die entsprechenden Therapien geplant und durchgeführt.

Operative Therapie: Fundoplikatio

Bei der laparoskopischen (mittels Schlüsselloch-Technik) Fundoplikatio-Operation wird ein kleiner Teil des Magens dazu verwendet, als Manschette eine Unterstützung des Schliessapparats zu erwirken. Dies führt zu einem Magen-Luftpolster, welches den Durchtritt der Nahrung zulässt, das Zurückfliessen des Magensafts aber vermeidet. Diese Operation führen wir in verschiedenen Varianten durch, wobei während der jeweiligen Operation das Ausmass der Reflux-Kontrolle feinabgestimmt wird. Zudem rekonstruieren wir die ursprüngliche Anatomie des Zwerchfells und des HIS’schen Winkels (Winkel zwischen Magen und Speiseröhre). Die Resultate dieser Operation sind bei regelgerechter Vorselektion, welche auf dem Reflux-Typ, den vorhandenen Symptomen und den Erwartungen der Patienten basiert, hervorragend. Dies wurde anhand zahlreicher Langzeitstudien erwiesen. Nach einer Fundoplikatio bleibt der Patient während zwei Nächten im Spital und wird von der Ernährungsberatung begleitet.

  • Fundoplikatio nach Toupet (französischer Chirurg)
    Bei der Fundoplikatio nach Toupet wird die Magenmanschette hinter der Speiseröhre durchgezogen und vernäht.
  • Fundoplikatio nach Nissen (deutscher Chirurg)
    Bei der Fundoplikatio nach Nissen wird die Magenmanschette 360° um die Speiseröhre gelegt.
  • Fundoplikatio 180° Anterior (Adelaide-Technik)
    Hier wird die Manschette über 180° der Speiseröhre gelegt und mit dem Zwerchfell vernäht.
Reflux und Übergewicht

Leiden Patienten unter Reflux und schwerem Übergewicht, kann es sinnvoll sein, eine Abklärung am Adipositaszentrum Limmattal durchzuführen. Gewisse Operationen bei Übergewicht führen nicht nur zu einer Gewichtsabnahme und dem Verschwinden einer allfälligen Zuckerkrankheit (Diabetes), von Bluthochdruck und Gelenkschmerzen, sondern auch zum Verschwinden oder zumindest einer deutlichen Verbesserung der Reflux-Erkrankung.

Operative Therapie: Magnetband

Bei dieser Operation wird anstelle des körpereigenen Gewebes ein Magnetband um die Speiseröhre implantiert. Dieses soll gleich wie die Fundoplikatio funktionieren. Der Eingriff ist technisch einfacher und etwas schneller als die Fundoplikatio. Durch die Implantation von Fremdmaterial kann es allerdings zu schweren Komplikationen kommen, insbesondere zum Einwachsen des Magnetbandes in die Speiseröhre. Dies kann zu grösseren Revisionseingriffen führen. Im Vergleich zur Fundoplikatio schneidet das Magnetband nicht besser ab, im Gegenteil: die Patienten haben teilweise mehr Mühe mit Schlucken und benötigen häufiger wieder Medikamente. Langzeitstudien gibt es nicht. Das Magnetband ist nach unserem Wissensstand in Europa nicht mehr verfügbar.

Operative Therapie: Rekonstruktion (BICORN)

Die sogenannte Bicorn-Operation wird von gewissen Chirurginnen und Chirurgen als optimale Lösung empfohlen, was die Realität nur unzureichend wiedergibt. Es handelt sich dabei um eine (schlechtere) Variante der 1960 vom französischen Chirurgen Lortat-Jacob entwickelte reine Rekonstruktion der Anatomie. Diese Methode führt lediglich zu einer kurzfristigen Refluxkontrolle. Nach Monaten treten die Symptome wieder auf, weswegen sich diese Operation nie durchsetzen konnte. Langfristige Resultate oder Vergleichsstudien fehlen gänzlich. Wir führen die Operation nach Lortat-Jacob nur in sehr speziellen Situationen durch.

Operative Therapie: Schrittmacherimplantation (EndoStim®)

Beim EndoStim® wird ein Schrittmacher implantiert, welcher Stromstösse an den Schliessmuskel der Speiseröhre abgibt. Diese Operation ist derzeit nicht als Standard anzusehen und wird sehr kontrovers diskutiert. Es gibt keine unabhängigen Studien, welche die Wirksamkeit dieser Methode nachweisen. Der Schrittmacher ist in der Schweiz nach unserem Wissensstand nicht mehr verfügbar.

RefluxStop-Implantat

Das RefluxStop-Implantat besteht aus einem Plastikwürfel, welcher auf den Magen genäht wird, um die Refluxerkrankung auf diese Weise zu behandeln. Unabhängige Langzeitstudien über den Erfolg dieser Methode gibt es nicht. Am Refluxzentrum wenden wir diese Methode nicht an, da wir vom Konzept und Nutzen nicht überzeugt sind und wiederholt Patientinnen und Patienten, bei welchen das Implantat versagt oder zu Komplikationen geführt hatte, behandeln mussten. 

Weitere operative oder interventionelle Behandlungen der Refluerkrankung

Immer wieder werden neue Methoden, meist basierend auf der Implantation von Fremdmaterial oder als endoskopische Techniken, als gute Behandlungsmöglichkeiten offeriert. Wir warnen vor solchen Methoden, da diese entweder als experimentell zu bezeichnen sind oder allfällige Studien eine Unterlegenheit zu den erprobten Techniken gezeigt haben.

Wir stehen den Patientinnen und Patienten jederzeit für eine Second Opinion (Zweitmeinung) zur Verfügung und empfehlen, diese in Anspruch zu nehmen, falls von behandelnden Spezialistinnen und Spezialisten neue und sehr wohlklingende Methoden vorgeschlagen werden.  

Erfolgsgeschichten unserer Patienten

Team Refluxzentrum

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Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.

Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.
Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.



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